Wie sehen die Schnittstellen zwischen "Text", "PR", "Redaktion", "Designer", "Grafiker" und Auftraggeber aus?

Als Designbüro und Agentur erleben wir immer wieder den Fall, dass wir Webseiten als Prototyp mit einem bereits fast vollständigen Seitenbaum entworfen und auch schon programmiert haben, dann aber über Monate oder zuweilen auch Jahre weiterhin nur Demoinhalte oder Blindtexte online sind, weil Auftraggeber keine Texte bereitstellen. Die Ursachen für das Fehlen von Texten sind mannigfaltig. Von "völlig vergessen" über "keine Zeit", "Mitarbeiter hat gekündigt", "fehlende Einigung in der Geschäftsführung zur Strategie" bis hin zu "fehlendem Texter", weil möglicherweise die Investitionsbereitschaft bislang zu gering war und sich niemand fand oder zuweilen auch das Thema in manchen Fällen zu selten ist, so dass sich im gewünschten Preissegment niemand drantraut oder man diese Texte niemandem anvertrauen möchte.

Sie werden im Bereich Text, PR und Redaktion stets Schnittstellen zu anderen Gewerken haben, denn jeder Text muss bei einer Broschüre letztendlich für die Erstellung von druckfähigen Dateien mit spezieller Software bearbeitet werden oder eben auch in Redaktionssysteme wie beispielsweise TYPO3 für Internetauftritte übernommen werden. Und stets sind Änderungen aus redaktionellen, gestalterischen, formalen Gründen erforderlich, wenn nicht schon schlichtweg irgendwo der Platz fehlt oder noch Seitenbereich mit Text gefüllt werden müssen, um keine Lücken entstehen zu lassen.

Eine Erstberatung dient hier oftmals dem Zweck, erst einmal zu klären, wieviele Personen überhaupt an Ihrem Projekt mitwirken. Handelt es sich wirklich nur um 1 Auftraggeber und 1 Agentur, oder sprechen wir am Ende wie bei Vereinen, Initiativen oder auch mancheinem Betrieb von vielen Autoren, vielen Geschäftsführern oder vielen Sachbereichsleitern?