Sollte ich als Auftraggeber erwägen, meinem Designer oder meiner Agentur ein anderes Redaktionssystem / CMS vorzugeben?

Entscheidungen für Redaktionssyteme sind Richtungsentscheidungen. Und das gilt auch für Entscheidungen für Design- und Nutzungskonzepte und/oder für Design- und Mastertemplates, die wiederum basierend auf diesen Architekturen geplant oder schon programmiert wurden.

Wenn Sie Ihrem Designer und/oder Ihrer Agentur durch nur eine einzige Ihrer zwingenden Vorgaben gerade mal eben die gewohnte Architektur oder als Teil das Redaktionssystem streichen, dann nehmen Sie dem Designer- und Entwicklerteam im gleichen Atemzug das Werkzeug, mit der dieses Team von Anfang bis Ende des Entwurfs-, Entwicklungs- und Betriebsprozesses über die Lebensdauer derartiger Webseiten über die Jahre Erfahrung hat und damit neben den schönen Seiten auch das eine oder andere kleine Problem zu umschiffen gelernt hat. 

Jedes Designbüro, jede Agentur und jedes freiberufliche Netzwerk aus Designern, Entwicklern, Grafikern, Textern, Programmierern und Admins hat sich bereits vor Ihrem Auftrag insbesondere für die günstigeren Varianten von Webseiten über viele Jahre eine Infrastruktur erarbeitet. Man wird Ihnen für einen Auftrag durchaus bei interessanten Konditionen und Auftragsvolumen entgegenkommen, aber es sollte Ihnen bewusst sein, dass bei abweichenden Architekturen die Investitionen steigen und auch der Testaufwand und/oder bei fehlenden Tests das Risiko gegenüber langjährig erprobten Architekturen steigen wird.

Gibt es überhaupt das perfekte Redaktionssystem?

Die Frage wird jeder sicherlich gleich mit nein beantworten, denn 100% Perfektion kann es gar nicht geben. In der Praxis geht es vielmehr darum, ob man mit 90%, 80% ... oder 50% der eigenen Wünsche erfüllt sieht und ob das einem genug ist, wenn denn der Preis bzw. die Gesamtinvestition passt.

Bugs: Die kleinen Fehler welche dazu führen, dass die Software zum größten Teil funktioniert, kleine Bugs aber dazuführen, dass Teile eben nicht funktionieren.

Es gibt keine fehlerfreien Systeme sondern nur fehlerarme Systeme, dh. jedes noch so gute CMS oder auch jedes noch so interessante Feature, welches über eine Extension, eine Erweiterung, ein Modul, ein Widget oder wie auch immer ermöglicht werden könnte, erkauft man sich letztendlich tendentiell auch mit zusätzlichen Risiken.

Die von uns installierten Systeme (im Regelfall TYPO3 CMS) haben fast keine Bugs bzw. keine Bugs, die man in der Bedienung spürt. Die Basisfunktionalität des CMS funktioniert bei uns auch bei der eigenen täglichen Nutzung mit Hunderten von Seiten seit fast 10 Jahren in jeder neuen Version. Über andere CMS wie Wordpress oder Joomla können wir das nicht sagen.