_ FAQ. Häufige Fragen zum Corporate Design.

Frage: Ist es sinnvoll, den Entwurf des Corporate Designs vom Logo Design zu trennen?

Ja und nein. Nein, aus finanziellen Gründen macht eine Trennung von Entwurfsleistungen zwischen Logodesign und Corporate Design in der Praxis oftmals keinen Sinn. Die Getrenntvergabe dieser Entwurfsleistungen erfordert es, dass zwei unabhängige Designer beide die Grundlagen für den Entwurf sich erarbeiten müssen oder zweimal eingearbeitet (Stichworte: Positionierung, Markenkonzept, Markenattribute, thematischer, regionaler, religiöser oder sonstiger Bezug) werden müssen. Die hier zusätzlich erforderliche oder immer wieder entstehende erweiterte Projektkommunikation kann durchaus einen Nutzen haben, kostet aber in jedem Fall mehr Zeit. Und diese Zeit des Designers führt entweder zu Mehrkosten bei dessen Vergütung oder zur Frustration bei Nichtvergütung dieser Arbeitszeiten.

Eine Trennung dieser Leistungen kann dann Sinn machen, wenn der konzeptionelle Unterbau für beide Entwurfsleistungen zentral organisiert wird. Wenn also STUELKEN New Media oder eine andere Agentur beide Leistungen annimmt, und dann den Entwurf intern auf zwei oder drei Designer im eigenen Team verteilt, dann ist die Projektkommunikation dort auf sehr kurzem Weg möglich.

Frage: Habe ich mit einem Logo und einer Farbe nicht bereits ein Corporate Design?

Nein, eigentlich nicht. Die weitverbreitete Praxis, nur Logodesign, Farbgebung, Visitenkarten- und Briefkopf bereits als Corporate Design zu interpretieren, stellt nachfolgende Designer mitunter im Webdesign oder bei der Planung von Broschüren vor das grundsätzliche Problem, denn die Vielzahl der Fragen in Bezug auf Layouts, Stilistik, Typographie, klare Definition von Farbangaben für Primär-, Sekundär- und Akzentfarben und viele Details mehr fehlt. 

Frage: Kann STUELKEN ein Corporate Design auf bestehenden, über Jahre gewachsenen Gestaltungskonzepten erarbeiten?

Ja, STUELKEN kann basierend auf bestehenden, gestalteten Elementen Ihrer Außendarstellung ein Corporate Design schaffen, in dem die visuelle Grundkonzeption in einem Reengineering Prozess erarbeitet wird, dh. wir prüfen, welche Gestaltungselemente bislang den derzeitigen Eindruck tragen und/oder aus einem anderen Grunde erhalten werden sollten. Die Praxis sieht allerdings so aus, dass bei "gewachsenen Gestaltungskonzepten" zwangsläufig hier und dort im Sinne einer Sanierungsmaßnahme geschnitten, gekappt, gestemmt und gebohrt werden muss.

Man kann das an dieser Stelle recht leicht veranschaulichen: Wenn Ihre Außendarstellung bislang sowohl Schuppen als auch Federn und einen Rüssel hat, dann muss man sich in der ersten Phase darauf einigen, ob aus strategischen Gründen nun eher der Vogel, der Fisch oder der Elefanten sich durchsetzen soll. Anschließend gilt es grob zu überschlagen, zu welchen Kosten diese Änderungen führen können oder ob es vertreten werden kann, bestehende Werbeträger oder Elemente der Außendarstellung auch über einen Zeitraum des Wandels bzw. der Vereinheitlichung noch weiter zu nutzen. Anschließend trifft man eine Entscheidung in Bezug auf die Zielrichtung des neuen, vereinheitlichten Gestaltungskonzept. Und dann gehen wir als Designer oder Agentur daran, das neue Corporate Design über Vorentwürfe und/oder Korrekturvermerke an bestehenen Medien zu planen.

Frage: Wie kann ich als Auftraggeber sicher stellen, dass das entstehende Corporate Design mir gefällt? Macht es Sinn, wenn der Auftraggeber eigene Entwürfe liefert?

Ja und nein. Eigenentwürfe des Auftraggebers bzw. von Laien machen oftmals nur dann Sinn, wenn diese als Anregung oder Inspiration verstanden werden sollen. Anregungen und Inspirationen in der Frühphase, dh. vor dem Beginn der Entwürfe wiederum sind aber durchaus zweckmäßig, vermitteln Sie uns als Designer damit doch Ihre Interessen und/oder Ihren Geschmack und/oder die Erwartungshaltung Ihrer Zielgruppe. Die Quizfrage lautet in diesem Fall aber: Handelt es sich jetzt tatsächlich um Ihren Geschmack oder wirklich um eine zu erfüllende Erwartungshaltung Ihre Zielgruppe.

Frage: Wie beauftrage ich als Auftraggeber eigentlich "1 Corporate Design" und wie weiß ich, was ich dafür eigentlich bekomme?

Das ist genau der Punkt: Es gibt in dem Sinne gar nicht "1 Corporate Design" sondern nur "1 Corporate Design Prozess". Ein Corporate Design benötigt die Gestaltung von Medien, um das Prinzip des Corporate Design zu veranschaulichen. Wenn also nur eine Visitenkarte anschließend beauftragt wird, dann kann man hier von einem Corporate Design viel weniger sehen als wenn man einen Internetauftritt oder eine 24-seitige Broschüre beauftragt hat.

Die Alternative im Corporate Design ist der Entwurf von Proforma-Anwendungen des Corporate Designs und insbesondere des Logos, dh. wir schaffen vereinfachte Vorentwürfe für verschiedene Medien, um das Designkonzept für das Basisdesign oder die visuelle Grundkonzeption an praktischen Beispielen unseren Auftraggebern veranschaulichen zu können.

Der Regelfall sieht so aus: STUELKEN bietet Corporate Design zumeist im Paket mit Logo Design, Web Design und Print Design nebst grafische und technischer Umsetzung der Geschäftspapierausstattung und Internetauftritt an, dh. je begrenzter Ihr finanzielles Budget ist desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie einen Gesamtauftrag erteilen.

Frage: Wie kann ich als Auftraggeber denn erkennen, wieviel ich für mein Unternehmen oder meinen Verein in ein Corporate Design investieren sollte?

Nochmals: Eine gutes, schlüssiges, ggf. dokumentiertes Corporate Design reduziert den Aufwand und das Risiko für nachfolgende Entwurfsleistungen durchaus in der Dimension von 40%. Bevor Sie also darüber nachdenken, was Sie in ein Corporate Design investieren sollten oder wer den Job übernehmen könnte, benötigen Sie zwingend zur Dimensionierung eine Liste all der Medien, die Sie in den nächsten Jahren des Nutzungszeitraums (mindestens 3 Jahre) produzieren lassen wollen, und dann deren Entwurfs-, Schaltungs- und Produktionskosten. Darüber hinaus benötigen Sie auch eine Schätzung Ihrer eigenen Arbeitszeit, die Sie in diese zu schaffenden Medien einbringen werden, die Sie mit mindestens 25 Euro/Std. faktorieren sollten. Selbst Einzelunternehmer ermitteln auf diese Art und Weise für den Gründungszeitraum von 3 Jahren oftmals Beträge von 5 bis 15 Tsd. Euro für die eigene Außendarstellung. Überschlägt man den Agenturanteil nur mit 33% und schätzt man die Einsparung durch ein Corporate Design auf 40%, ergeben sich in dieser Beispielsrechnung grob 700 bis 2.000 Euro an Nutzen.

Eine rein finanzielle Betrachtung des Wert und Nutzens eines Corporate Designs ist allerdings nur bedingt sinnvoll, denn jeder weiß, dass man sich mit einem guten Design einfach besser fühlt. Und ein konsequentes Designkonzept hat tendentiell die besseren Karten, besser zu sein als ein inkonsequentes, corporate design loses Gestaltungskonzept.