FAQ Nebenleistungen

Kann nicht alles bereits inklusive sein?

Die Problematik der Kalkulation bei fehlender Klarstellung

Das Grundproblem bei Entwurfsleistungen sollte jedem bekannt sein: Schon ein einfacher Flyer besteht nicht nur aus einem Layout sondern am Ende aus Bildmaterial für Cover, Icons, Frames für Preisschilder, Eye-Catcher oder auch Stilelemente wie Blumen, Blüten, Schmetterlinge oder was auch immer. Darüber hinaus finden sich auch Texte mit lapidaren Informationen wie Produktbeschreibungen, Auflistung von Leistungen, Kenndaten wie Terminen sowie aber auch Headlines, Slogans, Werbebotschaften, markante Auflistung von Stärken oder Features. Fotos für einzelne Produkte vom Hersteller oder auch Bildmaterial aus Bildarchiven im Sinne von Stimmungsbildern mit Menschen, die zum x-ten Mal sich freuend die Arme in die Luft werfen sind zu beschaffen, zu bearbeiten, zu plazieren.

Bereits so einfache Medien sind defakto unkalkulierbar, wenn nicht Klarheit darüber herrscht, welche Elemente als Teil des Corporate Designs oder Printdesign abgeleitet oder der Corporate Design Dokumentation entnommen werden können, welche Elemente als Einzelgestaltung verstanden werden müssen, wer Marketingstrategien erarbeitet, wer Texte formuliert, wer die Endredaktion erbringt, wer Bildmaterial beschafft, wer die Haftung für Bildrechte übernimmt. Bereits ein 1-seitiges Printmedium wie ein Flyer, eine Postkarte oder auch nur eine Visitenkarte kann deshalb mal eben in 1 bis 2 Stunden zusammengestellt oder über 24 Stunden mit allen Details, Vor- und Nacharbeiten erarbeitet werden. Jeder weiß: Mit dem Mittelwert von 12 Stunden ist jeder unzufrieden.

Lösungsansatz über Tarifverträge und AGB/AGV der Designer

Jede Agentur und jeder Designer arbeitet zumindest im professionellen Bereich bedingt ähnlich, doch was tatsächlich ein Bestandteil einer Leistung ist und was als Zusatzleistung gewertet wird, variiert von Agentur zu Agentur und Designer zu Designer. Designervereinigungen sowie auch Tarifverträge, welche zwischen Verbänden der Auftraggeber und Aufträge vermittelnde Agenturen einerseits und zwischen den Kreativen, dh. u. a. den Designern, Grafikern und Textern andererseits abgestimmt wurden, haben in vielen Staaten der Welt Regelungen verabschiedet welche auch für den Buchhandel und/oder von diesem Vereinigungen gegen eine Gebühr von jedem erworben werden können. Eigentlich jeder ernstzunehmende Designer ist bereits Mitglied entweder einer Vereinigung und/oder hat sinngemäß deren Standards in die eigenen AGB/AGV übernommen. 

Da Designer aber immer wieder die Erfahrung machen, dass diese Bedingungen zwar gelten, manchein Laie unter den Kunden diese aber nicht gelesen hat, gehen wir zunehmend dazu über, nicht nur die Leistungen zu benennen, die wir erbringen, sondern auch die, welche eben nicht Bestandteil sind.