Corporate Design

Ein Corporate Design versteht sich als unternehmens- oder markenbezogene Normung der Gestaltung von Elementen der Außendarstellung, deren Bestandteilen auf Detailebene sowie deren Kombination und Zusammenwirken im Kontext. Corporate Design bedeutet: Einmal das Designkonzept konsequent erarbeiten und durchdenken, und dann dieses Konzept in weiteren Phasen als Norm und/oder Richtlinie begreifen, um davon die Gestaltungskonzepte für die jeweiligen Medien (Web, Print, eMail etc.) abzuleiten und hierbei das Corporate Design konsequent fortzuschreiben und zu erweitern. Corporate Design erfordert also nicht nur gestalterisches Talent sondern auch das Talent zur Normung und Kenntnis der Anforderungen nachfolgender Designer an die zu dokumentierenden Kenndaten. Und genau das macht den Job mit steigendem Anspruch dann doch früher oder später komplex.

Immer dann, wenn man irgendetwas bestehend aus Bildern, Texten, grafischen Elementen wie Punkten, Linien, Flächen, Texturen und vieles mehr gestaltet hat man bei jedem dieser Teilelemente und Details die Qual der Wahl: Ist das, was ich jetzt gerade hier so gemacht habe nun zentraler Bestandteil des Corporate Designs oder Bestandteil des Gestaltungskonzept nur und ausschließlich für die Webseite oder ist die Ansatz so frei, dass er nur für dieses eine Mal gilt?

Der Nutzen eines Corporate Designs: Was bringt ein Corporate Design?

Manchein Auftraggeber von STUELKEN / SNEWMEDIA wollten zu Beginn gar kein Corporate Design beauftragen. In dem Augenblick, in dem wir als Designer und Entwickler allerdings einen Kunden über Jahre ganzheitlich betreuen und dieser seinen eigenen Einfluss auf die Gestaltung minimiert und uns damit quasi machen lässt, was wir für sinnvoll erachten, so entstehen fast zwangsläufig durchgängige visuelle Gestaltungskonzepte welche direkt oder indirekt auf unserer visuellen Grundkonzeption VGK im Sinne eines Basisdesigns erarbeitet werden.

Die explizite Beauftragung dieser VGK in einer Frühphase des Projekts hat den immensen Vorteil, dass das Corporate Design nicht über die Jahre zufällig "wächst" sondern von Beginn an geplant entsteht und damit nachfolgende Entwurfsleistungen besser, schneller und sicherer entstehen und harmonischer im Gesamtkontext integriert werden.

Ein Corporate Design macht also durchaus konzeptionell und gestalterisch Sinn, doch auf finanziell betrachtet rechnet es sich, denn ein gutes Corporate Design bindet den Designer bei nachfolgenden Entwurfsleistungen 40% weniger, weil nicht ständig die Grundlagen neu erarbeitet oder in Frage gestellt werden. Und eine 40% geringere zeitliche Bindung bedeutet, wenn dieses auch organisatorisch in Ihrem Projekt sichergestellt werden kann, 40% weniger "Kosten". 

Ihre Investition: Was kostet ein Corporate Design? Was sollte man in ein Corporate Design investieren?

Ein Corporate Design lässt sich grob mit 1 bis 15 Manntagen im Marktsegment kleiner mittelständischer Kunden dimensionieren. Eine Vergütung von rund 1 bis 5 Tsd. Euro ist deshalb üblich, doch man muss jetzt an diesem Punkt auch sofort die Frage stellen, was denn nun eigentlich der Inhalt dieser Leistung "Corporate Design" ist, siehe oben.

Beispiel: Ein "Corporate Design" für mancheinen sehr sparsamen Einzelunternehmer reduziert zuweilen sich im unteren Drittel des Preissegments oftmals nur auf ein Basisdesign, auf dessen Grundlage das Logodesign und das Printdesign von Visitenkarten und Briefpapier entworfen wird. Viele konzeptionelle Leistungen in Farbgebung oder Typographie werden hierbei allenfalls nur angerissen, weil das bereitgestellte Budget so gering ist, dass die Vergütung schon nicht mehr für die Diskussion von Ideen ausreicht. Wenn man ein Corporate Design als eine auf ein Unternehmen bezogene Normung von Gestaltungselementen versteht, so ist es nicht verwunderlich, dass es in diesem Beispiel (noch) fast nichts zu vereinheitlichen gibt. Das wächst erst über die Jahre.

Beispiel: Ein kleines mittelständisches Unternehmen mit 2 Inhabern und 3 Freelancern hat in der Außendarstellung oftmals schon ganz andere Anforderung nicht nur an das Corporate Design sondern auch die Anzahl der später zu schaffenden Medien. Und so sollte hier das Corporate Design, sofern es geplant entsteht, gleich von Beginn an Medien wie eine Fahrzeugbeschriftung oder beispielsweise großformatige Mesh-Banner im Falle von Ingenieurbüros und Baufirmen berücksichtigen. Die Liste der früher oder später zu planenden Elemente der Außendarstellung wie beispielsweise auch Werbeträger / Kugelschreiber, Rollout für einen Messestand oder eine Präsentation oder ggf. auch einen monatlichen Newsletter ist lang. Die Anforderungen an die zu vereinheitlichenden Gestaltungselemente und deren Normierung und Dokumentation im Rahmen des Corporate Designs sind hierbei zwangsläufig aufwendiger. Oder besser formuliert: Die Investitionsempfehlung wird in diesem Fall höher ausfallen.