Webseiten. Jeder spricht drüber. Und viele glauben zu wissen, worum es geht. Es gibt Verweigerer der "braucht-ich-nicht-"Fraktion. Und es gibt das Heer derer, die schon seit über 10 Jahren nicht mehr ohne Website können. 

In dieser Rubrik fassen wie die häufigsten Fragen und Antworten zusammen.

Sollte man erst einmal eine kleine Webseite für den Start beauftragen oder doch besser gleich in größeren Dimensionen denken?

STUELKEN empfiehlt stets, dass Sie die Beauftragung von Entwurf und Programmierung von Webseiten bei eher kleinen Budgets in einem Gesamtauftrag und/oder größerem Paket erteilen sollten, denn viele Webseiten, die zu Beginn nur mit "5 Seiten" starten sollen können über die Jahre, wenn Sie erst einmal Gefallen daran gefunden haben, inhaltlich sehr schnell wachsen. Genauso, wie Sie ein einen Bungalow mit Flachdach nicht mal eben zwei weitere Zimmer anbauen können, weil das Grundstück in der Fläche begrenzt ist, so können Sie auch auf ein zweistöckiges Gebäude nicht mal eben zwei weitere Geschosse draufsetzen, denn die Dimensionierung der Bauteile langt nicht. Und so ähnlich ist es in der Praxis auch mit Websites. Ein Webdesign oder Websitekonzept, was sich für 5 Seiten ebenso wie für 25 wie für 500 eignet, ist eher selten, und in jedem Fall erfordert ein skalierbarer Entwurf eine gewisse Vorplanung, dh. man plant gleich für beide Größenordnungen, und beginnt dann aber in der Realisierungsphase erst mit der ersten Stufe.

Warum sollte man eine Website in einem Gesamtauftrag erteilen?

Webseiten sind keine Insellösungen sondern entstehen in einem Netzwerk aus Corporate Design, Logodesign, Webdesign, Programmierung, Redaktionssystem, Zusatzleistungen in Text, Redaktion, SEO, ggf. Print Design / DTP für Downloads/PDF, Korrespondenz/Office Templates bis hin zu Schulungen Ihrer Mitarbeiter zur Einweisung in das Designkonzept und Bedienung von Redaktionssystemen. In dem Augenblick, in dem Sie Teilleistungen separat vergeben und noch mit Eigenleistung einspringen, mutieren Sie sofort selbst zum Projektleiter für ein Themen- und Leistungsspektrum, welches nach unserer Erfahrung eigentlich kaum ein Mittelständler mehr begreift.

Wieso sollte ich als Auftraggeber nicht nur auf den "Preis" oder "Kosten" des Entwurfs und/oder der ersten Version der Website schauen?

Bei einer Nutzungszeit von Websites von 3, 5, 8 und mehr Jahren spielt es selbst bei kleinen Unternehmen vor dem Hintergrund der Arbeitszeit, welche zuweilen auch schon vom Auftraggeber selbst über die Jahre in die Redaktion gesteckt wird, oftmals überhaupt keine Rolle, ob Sie zu Beginn nun 500, 2.500, 5.000 oder auch 15.000 für Design, Programmierung, Redaktion etc. investieren. Websites sind Infrastruktur, Werkzeug und Medium in Orga und Außendarstellung zugleich. Mit mal eben 5 oder 15 Seiten starten ist leicht, doch vielleicht haben auch Sie in 5 Jahren 25, 250, 2.500 oder selbst 25.000 Einzelseiten (Communities / Foren) online.

Unser Tipp: Je kleiner Ihr Budget ist, desto eher sollten Sie sich Webentwickler und Designer suchen, bei denen die Chance höher ist, dass diese auch über den Zeitraum der Nutzung über eben 3, 5 und mehr Jahre für Sie zu den gleichen Konditionen zu arbeiten bereit sind. Einen günstigen Webdesigner oder Entwickler zu finden ist also mit Abstand die leichteste Übung.

Wie bekommen wir ein Webdesign?

Wenn das Webdesign auf einem ggf. von STUELKEN erarbeiteten oder analysierten Corportate Design besteht, so sprechen wir von corporate design konformer Gestaltung. So etwas entwerfen wir im Prinzip von der ersten Skizze individuell, und als Auftraggeber bekommen Sie ausreichend Einfluss für Entscheidungen. Basiert eine Website auf einer von STUELKEN entworfenen Master- oder Designtemplate so sprechen wir von einer corportate design neutralen Gestaltung, welche erst durch das Logotype, Bildkonzept und Farbe eine corporate design konforme Anpassung erhält. Hierbei müssen Entwurfsleistungen als Änderungen innerhalb des Frameworks erfolgen. Das schränkt die Flexibilität naturgemäß etwas ein, senkt aber Entwurfs- und Programmieraufwand und damit nicht nur die Entwicklungskosten sondern auch massiv den Testaufwand von Neuentwicklungen. Unser Tipp deshalb: Denken Sie ganzheitlich.

Wieviele Addons, Widgets oder Zusatzmodule braucht eine Website?

Webdesign bedeutet stets auch vorausschauende Planung und ein Gespür dafür, welche Tricks und Funktionalität man ernsthaft braucht, denn jedes zusätzliche Widget, Addon, Modul oder Extension muss über die gesamte Laufzeit Updates der jeweiligen Entwickler bekommen. Anschaulich: Versagt 1 einziges Element im Zuge einer steigenden Nutzung oder der technischen Entwicklung, ist es für viele kleine Unternehmen der Supergau, wenn plötzlich die über 5 Jahre gewachsenen Inhalte "manuell" in einen neuen Internetauftritt umgezogen werden müssten. Allein diese Migration von Texten, Bildern etc. ist so aufwendig, dass es die Anfangsinvestition in Design und Programmierung um ein Vielfaches übersteigen kann.

Natürlich bestehen alle diese kleinen Zusatzmodule, die man mitunter bei Wordpress gratis bekommt, auf PHP/MySQL/JavaScript, also Programmiersprachen, die jeder ernstzunehmende Webentwickler in einem bestimmten Umfang beherrscht, aber allein die Einarbeitung in fremden Quellcode eines ggf. nicht mehr gewarteten Zusatzmoduls ist keine Frage von Stunden sondern zuweilen eine Frage von Tagen bis Wochen. Den Fall, dass ein kleines Unternehmen so eine individuelle Programmierung zu vergüten bereit ist geht gegen Null.

Kann man von Open-Source nicht auf "Kauf-Systeme" ausweichen? Kommerzielle Redaktionssysteme sind dann problematisch, wenn der Hersteller das Produkt oder gleich sein Softwareunternehmen einstampft oder auch viele namhafte Größen der IT-Branche Produkte derart verändern. Die Timeline von Facebook ist so ein Beispiel: Jeder musste es zwangsläufig installieren, obwohl es kaum jemand haben wollte. Open-Source-CMS wie mitunter TYPO3 sind die großen Gewinner und Konstanten über inzwischen über ein Jahrzehnt. Kleine Module, die zuweilen mal von Entwickler für Kunden entwickelt, dann der Community gratis spendiert und irgendwann dann aber wegen fehlenden Einnahmen nicht mehr unterstützt wurden, gibt es sowohl für Open-Source- als auch kommerzielle CMS. Gerade sehr aktive Open-Souce-Communities haben oft viel mehr Mitwirkende als sich ein CMS Softwareunternehmen an Mitarbeitern leisten kann. Open-Source ist also eine gute Wahl, nur bei den optionalen Zusatzfeatures sollte man sich ggf. mit Blick auf eine lange, entspannte Nutzung eher zurückhalten.

Tipp: STUELKEN entwirft und programmiert Websites auf basierend auf der Kernfunktionalität von Redaktionssystemen, denn hier ist die größte Chance eines langen Supports dieser Systeme durch die Open-Source-Community und CMS-Entwickler zu erwarten.

Unser Angebot: Unabhängige Beratung

Für den Fall, dass Sie gern eine Website beauftragen möchten, zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber ernstshaft Probleme sehen, überhaupt Anfragen an Designer, Webentwickler, Agenturen so zu formulieren oder zu beschreiben, dass Sie vergleichbare Angebote bekommen oder überhaupt eine Auswahl treffen können: Wir bieten auf Halbtagessatz Workshops und Beratungen zur Einführung in den Themenbereich ein. Diese vergütete Beratungsleistung ist als Schulungsleistung völlig unabhängig von einem anschließenden Auftrag an STUELKEN, dh. wir empfehlen Ihnen zuweilen als Ergebnis dieser Beratung mitunter durchaus andere Agenturen oder ggf. mal einen unserer Mitbewerber, wenn wir den Eindruck gewonnen haben, dass Sie dort besser aufgehoben sind. Bei Interesse an einer Beratung nehmen Sie mit uns Kontakt auf.


 


 

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