Corporate Identity und Corporate Design Kriterien. Das kennen Sie auch: Wenn Sie 10 Personen um deren Meinung bitten so haben Sie hinterher 20 Meinungen. Warum? Weil jeder, der sich nicht klar festlegt, schnell zwei Positionen vertritt.

Wer im Medien- und Kommunikationsdesign auch in Fragen der Gestaltung sich nur auf das Bauchgefühl des Auftraggebers ("gefällt mir - gefällt mir nicht") verlassen will, und wer als Auftraggeber auch in Gestaltungsfragen einen Korridor für Ideen und Entwürfe festzulegen wünscht, der benötigt Kriterien und einen Wertungsmaßstab.

Ein jedes Designkonzept und ebenso ein jedes gestaltete Element der Außendarstellung wie vielleicht bereits die Website von STUELKEN besteht aus Hunderten von Details im groben Ganzen mit wiederum Myriaden an Variationsmöglichkeiten in den Nuancen der Feinstarbeit. Es ist defakto unmöglich, einem Auftraggeber in jedem Fall eine Entscheidung abzuringen; oder es ist zumindest unwirtschaftlich.

Inhalt und Zielsetzung

Die Zielsetzung dieser Leistungsphase besteht darin, dass STUELKEN die Zeit gewährt bekommt, Ihre vielleicht bereits formulierten und damit in Worte gefassten und schriftlich niedergelegte oder ggf. auch nur über Jahre "gelebten" Corporate Identity und/oder Corporate Design Kriterien zu Gemüte führt, um diese Grundlagen für nachfolgende Entwurfsprozesse und Gestaltungsarbeiten zu kennen.

Voraussetzung(en)

Die Voraussetzung für die Erarbeitung, die Diskussion oder auch das Studium bestehender Corporate Identity und Design Kriterien ist ein zugehöriger Auftrag und ein vorausgegangenes Briefing.

Beispiele für Kriterien

Typische und einfache Kriterien sind mitunter Markenattribute sowie der Vergleich von Stärken und Schwächen im Wettbewerb mit der Konkurrenz: "Wir wollen [visuell] innovativer, dynamischer, vertrauensvoller, kompetenter wirken als [ja, wer denn?]". Ist diese Fragestellung bereits von Beginn an genauso abgestimmt wie die Jury und auch das Verfahren, wie der Vergleich geführt werden wird, dann kann sich jeder Designer auf dieses Verfahren einlassen und Designkonzepte entsprechend steuern sowie fortlaufend durch zwischenzeitige Vorabbewertngen auf das Ziel ausrichten.

Ein Kriterium mit einem Wertungsmaßstab zeichnet sich dadurch aus, dass man einer vorab bestimmten Gruppe zu vereinbarten Zeitpunkten im Prozess eine vorab vereinbarte Frage stellt deren Antwort man auf einer Skala bemessen und damit zahlenmäßig erfassen kann. Da eine Frage im Stil "Bewerten Sie die Innovativität auf einer Skala von 1 bis 10" kaum jemand ernsthaft beantworten kann, werden Kriterien nicht im luftleeren Raum formuliert sondern in Relation zu Vergleichswert.

Selbst schwammige Markenattribute wie "cool" sind plötzlich greifbar, wenn Sie 20 Personen einer Jury fragen würden, ob Sie den Internetauftritt von STUELKEN vom Stil- und Farbkonzept "cooler" als eine dann vorgegebene Liste von 20 alternativen Agentur-Webseiten vergleichen lassen, denn auch dann, wenn der Begriff "cool" selbst wenig greifbar ist, so ist der Designprozess dennoch steuerbar, denn bereits basierend auf dem Ist-Zustand und Zwischenzuständen bei Vorentwürfen führen Anfragen der Jury nach dem vereinbarten Verfahren fortlaufend zu vergleichbaren Ergebnissen. Die Chance, dass mehr als 10% der Jury innerhalb eines Jahres Ihr eigenes Verhältnis zu "cool" verändern werden, ist unwahrscheinlicher als die Treffergenauigkeit bei einer Frage: "Bewerten Sie auf einer Skala von 1 bis 10 wie cool das Designkonzepte ist."